|  | 27.07.2004
Motocross Mania
Habt ihr von Leuten wie Travis Pastrana, Jliha Salminem, Stefan Everts oder Nani Roma gehört? Habt ihr einmal die sehr berühmten Videos der „Krusty Demons“ gesehen? Nein, nie? Nun, ich versichere euch, ihr habt etwas verpasst... Wir sprechen vom Motocross, einem Sport, der jedes Jahr mehr Fans in Andalusien hat.
Enduro, Cross, Trial, könnt ihr unseren Lesern den Unterschied zwischen den drei Disziplinen erklären? Maki & Miguel: Die erste Disziplin, die du erwähnst, ist die am meisten praktizierte der drei Arten. Es handelt sich um Motorradrennen über Straßen, Pisten oder Wege. Dafür braucht man ein zugelassenes und versichertes Motorrad. Es ist eine Disziplin, in der man die Natur wunderbar genießen kann und in der man die die geschützten Regionen respektieren muss, wie es zum Beispiel Strände oder Naturparks sein können. Der Cross ist die spektakulärste Gangart in der Welt der Motorradsports. Diese Sportart betreibt man auf abgegrenzten Rennstrecken, wofür man ein vorbereitetes Motorrad braucht. Man kann draussen oder Indoor “crossen”, letzteres nennt man dann Supercross. Trial ist die technischste von allen Disziplinen, für die man ein sehr gutes Handling des Motorrads benötigt. Man betreibt sie mit kleinen Motorrädern, mit denen man versucht, eine Reihe von Hindernissen zu überwinden. Hier in Tarifa gibt es mittlerweile eine Strecke, auf der ihr Motocross fahrt. Könnt ihr mir mehr über diesen Ort sagen? Maki & Miguel: Nach einer sehr langen Zeit, in der wir dafür gekämpft haben eine permanente Rennstrecke in Tarifa zu bekommen, könnt ihr nun eine Strecke von ungefähr einem Kilometer Länge genießen, in der es 10 spektakuläre Sprünge gibt. Wir müssen der Red Eléctrica Española dafür danken, dass sie uns dieses Grundstück zugestanden haben und dem Exmo. Ayuntamiento de Tarifa für die Zusammenarbeit in der Realisierung dieses Projekts. Wir hoffen, weiterhin auf die Hilfe der beiden Organisationen zählen zu können und laden jeden ein, der mit uns zusammenarbeiten möchte. Es gibt schon mehr als 35 Mitglieder im Motorradclub, unter ihnen haben wir den Meister von Andalusien und mehrere Fahrer, die an nationalen Meisterschaften sowie Rennen der Provincias Autónomas teilnehmen, sowie natürlich einige Jungs aus dem Dorf.

Und seit wann fahrt ihr Motocross? Miguel: Ich fahre seit zwei Jahren Motocross, obwohl ich schon Motorräder gehabt habe, seit ich klein war. Maki: Ich bin genauso lange dabei wie Miguel, wir haben die Motorräder zusammen gekauft. Welcher Aspekt gefällt euch an diesem Sport am besten? Miguel: Es ist ein Sport, der verlangt, dass man körperlich sehr fit ist und der starke Eindrücke hinterlässt. Er verlangt viel Konzentration. Eine Unaufmerksamkeit, und du zahlst dafür. Maki: Mir gefällt am Besten das Adrenalin, das du freisetzt, das Gefühl beim Springen, beim schnell fahren... Glaubt ihr, dass Motocross ein gefährlicher Sport ist? Miguel: Es hat schon einen hohen Risikofaktor, aber ich glaube das ist bei allen Sportarten dieses Typs wie Windsurfen, Kiten, oder Wellenreiten. Klar, wenn du dir ein Motocross Video zu Hause ansiehst, passiert dir nichts, aber ich glaube, dass wenn du diese Dinge nicht machst, nicht wirklich lebst. Maki: Ja, das Risiko zu stürzen ist immer da und manchmal ist der Boden ganz schön hart, aber mit guter Schutzkleidung verringert sich das Risiko, sich zu verletzen, ziemlich. Ihr surft auch. Welchen Vergleich könnt ihr zwischen Motocross und Windsurfen gefühlsmässig ziehen? Miguel: Neben Windsurfen, Kitesurfen und dem Wellenreiten ist Motocross ein weiterer Gleitsport, bei dem du wissen musst, wie man mit seiner Ausrüstung umgeht. Du musst eine gute Ausrüstung haben und dann alles geben, hoch springen und fühlen, dass das Motorrad ein Teil von dir ist. In Bezug auf Gefühle ziehe ich es vor, dass ihr es selbst ausprobiert und dass ihr sie selbst erlebt. Maki: Ich finde, dass beide Sportarten ein ziemliches Feeling erfordern, damit der Fahrer alles unter Kontrolle hat, sowohl auf dem Motorrad als auch auf dem Wasser. In Bezug auf Gefühle können beide unter Extrembedingungen sehr radikal sein. Welchen Tipp könnt ihr jemandem geben, der mit dieser Sportart anfangen möchte? Miguel: Kauf dir eine gute Ausrüstung, spar nicht daran, dich gut zu schützen und vor allem fang langsam an. Versuch nicht, dem Tempo der anderen zu folgen, die schon lange fahren. Nach und nach wirst du sehen, wie du dich selbst übertriffst und lernen, wo deine Grenzen sind. Maki: Fang langsam an und trage Schutzkleidung. Die ist nie überflüssig. Das merkst du spätestens dann, wenn du dich das erste Mal verletzt.
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