|  | 18.08.2004
Spotguide Novo Sancti Petri
Von Tarifa aus in Richtung Cadiz verbirgt sich eine Perle, die sowohl für Anfänger geeignet ist, wie auch für eingefleischte Freestyler, oder einfach nur für diejenigen, die einmal an einem anderen, ruhigen und wunderschönen Spot surfen wollen.
„TARIFA HIGH WIND AREA“, „TARIFA EXTREME WINDSURFING“ – es gibt so viele Ausdrücke, die einen denken lassen, das europäische Windsurfmekka wäre ein radikaler Spot, der nur für eine Elite reserviert ist. Aber wenn die Bedingungen in der Bucht zu hart sind, gibt es eine Alternative für diejenigen, die einen etwas weniger stürmischen Platz bevorzugen!
Etwa 40km westlich in Richtung Cadiz verbirgt sich eine Perle, die sowohl für Anfänger geeignet ist, wie auch für eingefleischte Freestyler, oder einfach nur für diejenigen, die einmal an einem anderen, ruhigen und wunderschönen Spot surfen wollen. Dieser Ort heißt Sancti Petri. Um ehrlich zu sein, habe ich mich ein paar Mal verfahren, bevor ich das erste Mal die Straße zum Strand gefunden habe, aber die Mühe hatte sich gelohnt: Versteckt hinter einer Düne erstreckt sich die Bucht über 800m, geht dann noch nach Westen über einen Fluss hinweg und wird nach Osten durch ein paar Felsen abgeschlossen, auf denen eine kleine Burg thront.
Mit seiner grünen und türkisenen Farbe ist Sancti Petri ein Ort, der uns zum Nachdenken anregt. Für mich als Franzosen hat der Strand etwas von der Bretagne mit seinen Sandbänken, die man beim Vorbeifahren fast berühren kann und hinter denen das Wasser so ruhig wie ein Billardtisch ist, was die besten Turns und die schönsten Moves zulässt.

An dem Tag, an dem diese Photos entstanden sind, entscheide ich mich nach vier Stunden „Hardcore“-Surfen in Caños de Meca dazu, meine Knochen etwas auszuruhen und Ascanio d’Ascanio aus Ibiza zu einer Freeride Session mitzunehmen – also Richtung Sancti Petri! Dort angekommen, bläst der Levante immer noch stark offshore, aber das Surfen ist nicht gefährlich, wenn du in der Nähe der Flussmündung bleibst. Das Meer ist spiegelglatt.
Die fette Freestylesession, die wir mit den sympathischen Locals teilen, ist bei Sonnenuntergang vorbei. Manchmal kann der Spot etwas von der Karibik haben, mit seiner Lagune in der Bucht und seinen Wellen, die bei Flut über einem Riff brechen. Zwei Wochen nach dem gemeinsamen Surfen mit Ascanio boten mir ein Südwestwind von 25 Knoten und ein starker Swell diese perfekte Session, die wir uns so nah von zu Hause nicht vorstellen können...
Ideale Bedingungen: Südwestwind: Manchmal regnet es in Tarifa bei schwachem Südwest, während es zur gleichen Zeit in Sancti Petri Wind, Wellen und Sonne gibt. Südostwind ist ähnlich gut, ebenfalls starker Levante, der ist jedoch etwas böig. Bei Flut solltet ihr etwas vorsichtig mit der Strömung sein. |  | | |